Eiskino

Im September 2002 war das erste NaturVision Festival im Nationalpark Bayerischer Wald geplant. „Noch viel zu lange hin …“, dachte sich wohl Festivalgründer Ralph Thoms, als er recht spontan bereits Mitte Februar mit einer Vorveranstaltung startete: Dem „Eiskino“ im „Kino-Iglu“ am Neuschönauer See. Die Filme handelten von Eisbären, Eskimos und Pinguinen – und die Vorführerin von damals, Karin Hoffmann, berichtet, dass es wirklich bitterkalt war und die Projektoren einzufrieren drohten. Doch was leider gänzlich fehlte war der Schnee! Und so kam in der Deko tatsächlich Styropor zum Einsatz. Das könnte uns heute nicht mehr passieren!

Niederbayer trifft Filmfestival

Ein Naturfilmfestival mit Strahlkraft im gefühlt hintersten Eckchen Deutschlands? Dass NaturVision dies 2002 im Bayerischen Wald gelungen ist, lag nicht nur an den Filmschaffenden, die sich gern auf das Abenteuer einließen … es lag auch an dem unglaublichen Einsatz der Bevölkerung. Zwar gilt der Niederbayer allgemein als vorsichtig, kauzig und in Sachen Enthusiasmus eher als zurückhaltend … doch NaturVision begeisterte von Anfang an. Die Gemeinden, der Nationalpark und vor allem die zahlreichen Vereine unterstützten das kleine Team um Ralph Thoms. Sie bauten in ihrer Freizeit die Seebühne und einen Markt rund um den See auf und waren während der Festivaltage im vollen Helfereinsatz. Und tatsächlich war dies auch das beste Marketing. NaturVision war in den Anfangsjahren nicht nur ein Filmfest, sondern auch ein kleines Volksfest.