Mehr Raum für die Natur

Bei der Preisverleihung des Internationalen NaturVision Filmfestivals 2019 stellten die Natur-und Umweltfilmemacher*innen den „Ludwigsburger Appell“ vor. Sie fordern mit Nachdruckkonkretespolitisches Handeln für Natur und Umwelt.

Für sie sind die jüngsten Erhebungen zu Klimawandel und Artensterben mehr als nur nüchterne Zahlen: Natur-und Umweltfilmer*innen erleben bei ihren Filmprojekten täglich hautnah das Schwinden von „Naturparadiesen“ und Artenvielfalt. In vielenGesprächen mit Filmemacher*innen über die Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Natur hat NaturVision eine zunehmende Sorge und Alarmierung festgestellt.Als Filmfestival, das weit über die Festivaltage hinaus in Sachen Umwelt und Nachhaltigkeit unterwegs ist und sich für einen gesellschaftlichen Wandel stark macht, wurde nun von NaturVision der„Ludwigsburger Appell“ initiiert, mit dem die Filmemacher*innen an die politisch Verantwortlichen herantreten und grundlegende Veränderungen im Bereich Umwelt-und Klimaschutz fordern. Neben der Schaffung ausreichender funktionierender Schutzgebiete und einer Abwendung von der industrialisierten Landwirtschaft werden neue politische Richtlinien für den generellen Schutz von Böden, Gewässern und Meeren gefordert. Besonders wichtig ist den Unterzeichnenden ein sofortiges Handeln der politischen Entscheidungsträger, das nicht nur Schäden abmildert, sondern Ursachen bekämpft.Der Appell wurde während desFestivalsdiskutiert und von den Fachbesucher*innen begeistert aufgenommen. An die 50 Filmschaffende und Festivalakteure stürmten am Samstagabend die Preisverleihungsbühne und entrollten ein siebenMeter langes Banner mit der Aufschrift „Mehr Raum für die Natur“. Regisseur Oliver Goetzl und Drehbuchautorin undFilmeditorin Mirjam Zimmermann verlasen den Ludwigsburger Appell, dem das Publikum mit einem begeisterten, lang anhaltenden Applaus zustimmte.„Wir haben diesen Appell initiiert, weil uns klar ist, wie wenig Zeit uns angesichts der rasend fortschreitenden Umweltzerstörungzum Handeln bleibt. Besonders wichtig aber ist uns, dass sich die Filmemacher*innen und auchweitereNatur-und Umweltfilmfestivals zusammenschließen und die Forderungenweiterentwickeln!“, erläutert Festivalleiter Ralph Thoms, „NaturVision bietet sich dabei als Forum für die Filmemacher*innen an. Angedacht istbeispielsweise die Organisation eines Arbeitstreffens.“

Den gesamten Appell können Sie hier nachlesen.