Programm und weitere Infos

Das vollständige Programm zum downloaden und weitere Infos finden Sie hier.

Referenten

Franz Untersteller MdL

Andreas Köhler

Daiga-Patricia Kang

Elvira Menzer-Haasis

Jens-Peter Wedlich

Katja Nguyen Thanh

Marc Zürn

Maria Kondra

Madlen und Max Maier

Robert Klauer

Sabine Holzäpfel

Sylvia Schaab

Thomas Müller

Uta Steffen-Holderbaum

Wolfgang Rommel

Vorträge & Input

Das Wünschenswerte – das Machbare

Grundsatzrede zur Kunststoffstrategie Baden-Württemberg

Franz Untersteller, MdL, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Kunststoffe sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, sie haben viele positive Eigenschaften und durchaus ihre Existenzberechtigung: Was sich ändern muss, ist unser Umgang mit ihnen. Wichtig dabei ist die nachhaltige Nutzung von Kunststoffprodukten, verbunden mit der Abkehr von einer Linearwirtschaft hin zu einer echten Kreislaufwirtschaft.

Der plastikarme Sportverein – Wie könnte das gelingen?

Elvira Menzer-Haasis, Präsidentin Landessportverband Baden-Württemberg e.V., Thomas Müller, Vorsitzender der TSG Rohrbach

Der Sportverein in Baden-Württemberg ist ein Spiegel unserer Gesellschaft. Ein Drittel der Bevölkerung ist Mitglied in mindestens einem Sportverein. Plastikarm zu leben ist schon im privaten Haushalt täglich eine Herausforderung. Trotzdem gibt es im Vereinsleben verschiedenste Möglichkeiten ein Bewusstsein – gerade auch bei Kindern und Jugendlichen - für einen entsprechenden Umgang mit Plastik zu etablieren. Plastik- und Müllvermeidung sowie eine korrekte Entsorgung spielen dabei eine wichtige Rolle.

Strategien eines Outdoorausrüsters zur Vermeidung von textilem Mikroplastik

Robert Klauer, Projekt Manager in der Innovationsabteilung bei VAUDE Sport GmbH & Co. KG

Mikroplastik textilen Ursprungs ist eine der Haupteintragsquellen von Mikroplastikpartikeln in der Umwelt. Diese werden im Produktionsprozess, während der Nutzung, sowie durch den Pflegevorgang freigesetzt. Zur Untersuchung des Status quo werden im ersten Schritt Mikroplastikemissionen synthetischer Textilien – vor allem Fleecejacken – bei der Haushaltswäsche und Wäschetrocknung analysiert. Im Anschluss werden die Ergebnisse hinsichtlich der verwendeten Materialeigenschaften (Rohstoff, Garn, Stoffkonstruktion, Ausrüstung) und Maschinenparameter (Stoffproduktion, Konfektion) untersucht und hinsichtlich ihres Einflusses auf den Faserverlust verglichen. Daraus resultierend werden zwei Lösungsansätze bezüglich ihrer Implementierung in die textile Lieferkette geprüft und konkretisiert. Zum einen soll durch die Variation der identifizierten Einflussparameter der Faserverlust von Fleece-Jacken aus synthetischen Materialien deutlich reduziert werden. Mittelfristig soll das Verfahren auf weitere textile Produkte und Hersteller übertragen werden. Zum anderen werden Lösungsansätze mit alternativen Fasermaterialien (wie z.B. Zelluloseregenerat) verfolgt, welche sich bei einem Faserverlust in der Umwelt biologisch abbauen sollen.

eatTAINABLE – digitales Food Mehrweg-System aus Ludwigsburg

Madlen und Max Maier, maxmaier urbandevelopment (Workshop 3)

Eine nachhaltige Antwort der Firma Rieber auf Einwegplastikverpackungen ist das digitale Mehrwegsystem eatTAINABLE (eat & sustainable). Es ist vielseitig einsetzbar: Private Konsumenten können es für den to-go-Einkauf im Restaurant oder ihren Einkauf beim Bäcker und Metzger nutzen, aber auch im Handel und im Catering findet es Verwendung. Durch die digitale und produktunabhängige Plattform „Check Cloud“ werden Lebensmittelsicherheit und Hygiene dokumentiert und das Mehrwegsystem ohne Pfand organisiert.

Das Projekt #plastikfrei leben

Andreas Köhler (Workshop 2)

Seit Mai 2018 bloggt das Öko-Institut e.V. über wissenschaftliche Arbeiten, zeigt Nachhaltigkeitsthemen aus verschiedenen Perspektiven und diskutiert Standpunkte jenseits abgeschlossener Forschungsprojekten. Das Redaktionsteam des Blogs besteht aus den Mitarbeitenden, somit kommen über 165 Menschen an den Standorten Freiburg, Darmstadt und Berlin zu Wort.

Andreas Köhler berichtet über die Ergebnisse einer Zukunftswerkstatt zur Entwöhnung von unserer Kunststoffabhängigkeit. Durch den fortdauernden Plastikeintrag in die Umwelt kann es zu einer nicht mehr beherrschbaren Schädigung unserer natürlichen Lebensgrundlagen kommen. Das Öko-Institut hat im Rahmen eines spendenfinanzierten Kreativprozesses Ideen zusammengetragen, wie die Nutzung von Kunststoffen konsequent eingeschränkt werden könnte, um die Ursachen der Plastikver-schmutzung der Umwelt zu reduzieren.

Den gesamten Blog finden sie hier.

Biologisch abbaubare Kunststoffe, biobasierte Kunststoffe – alles Bio, alles gut?

Marc Zürn, Referat Kommunale Kreislaufwirtschaft (Workshop 2)

Es ist wichtig unnötige Plastikverpackungen sowie -produkte und dadurch Plastikabfälle zu vermeiden. Jedoch sollten Kunststoffe nicht generell verteufelt und vollständig durch – teilweise ökologisch nachteiligere – Einwegalternativen ersetzt werden.

Bei der Bewertung der Sinnhaftigkeit von Biokunststoffen muss zwischen biobasierten Kunststoffen und biologisch abbaubaren Kunststoffen unterschieden werden. Dabei können sowohl aus nachwachsenden Rohstoffen als auch aus fossilen Rohstoffen biologisch abbaubare Kunststoffe erzeugt werden. Auf der Grundlage des aktuellen Kenntnisstands und der noch offenen Fragen zum Verhalten von biologisch abbaubaren Kunststoffen in der Umwelt sind biologisch abbaubare Kunststoffe in Produkten derzeit grundsätzlich eher kritisch zu sehen. Vor allem sollten Mehrwegprodukte keinesfalls durch kompostierbare Einwegprodukte ersetzt und diese über die Biotonne entsorgt werden. Lediglich für biologisch abbaubare Kunststoffbeutel (BAW-Beutel), die zur Sammlung häuslicher Bioabfälle eingesetzt werden, stellt die Biotonne einen sinnvollen Entsorgungsweg dar - vorausgesetzt, dass deren vollständiger biologischer Abbau in den Bioabfallbehandlungsanlagen sichergestellt ist und sie dazu beitragen, nicht abbaubare Kunststoffbeutel aus der Bioabfallsammlung zu verdrängen und gleichzeitig das Sammlungsergebnis zu verbessern. Die Eignung von BAW-Beuteln für die Bioabfallsammlung wird aktuell in einem Forschungsvorhaben des Umweltministeriums detailliert untersucht.

Projekt Nachhaltiger Konsum – Mehrwegverpackungen

Sabine Holzäpfel, Referentin Abteilung Lebensmittel und Ernährung derVerbraucherzentrale Baden-Württemberg (Workshop 3)

Präsentiert werden die Marktchecks zu Mehrwegsystemen im Einzelhandel und die Forderungen der Verbraucherzentrale.

Workshops

Workshop 1

Gemeinsam Plastik in der Kommune vermeiden (RENN.süd)

Wie können Kommunalverwaltungen, Initiativen und andere Partner dafür am besten zusammenarbeiten? Welche Aktivitäten haben sich dabei schon bewährt? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Workshops, in dem dazu einleitend die Initiativen „Plastikfrei – ich bin dabei“ der Stadtverwaltung Pfaffenhofen, „Forum Plastikfreies Augsburg – Wege in ein ressourcenschonendes und nachhaltiges Leben“ und „Projekt Wasserwende - Trinkwasser ist Klimaschutz“ präsentiert werden. Anschließend sollen dann in Kleingruppen Erfahrungen ausgetauscht und Vorschläge erarbeitet werden.

Referenten:

  1. „Plastikfrei – ich bin dabei“, Raimund Gürtner, Stadtverwaltung Pfaffenhofen
  2. „Forum Plastikfreies Augsburg – Wege in ein ressourcenschonendes und nachhaltiges Leben“, Sylvia Schaab, Sprecherin
  3. „Projekt Wasserwende – Trinkwasser ist Klimaschutz“, Maria Kondra, Regionale Koordinatorin Süd
Workshop 2

Kunststoff nachhaltig – wie geht das konkret?

  1. Biologisch abbaubare Kunststoffe, biobasierte Kunst-stoffe – alles Bio, alles gut?, Marc Zürn, Referat Kommunale Kreislaufwirtschaft, Abfalltech-nik, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Ba-Wü
  2. Das Projekt #plastikfrei leben, Dr. Andreas Köhler, Öko-Institut Freiburg
  3. Unverpackt Läden, Jens-Peter Wedlich, Schüttgut Stuttgart
Workshop 3

Verantwortung von Handel, Hersteller & Verbraucher für einen zukunftfähigen Kunststoffeinsatz

  1. #ForumRezyklat, ein Ansatz von Coopetition: Unterneh-men begeben sich gemeinsam auf nachhaltigere Wege, Daiga-Patricia Kang, dm-drogerie markt GmbH + Co. KG, Be-reichsverantwortliche für Nachhaltigkeit, Entwicklung und Koordination (NEK) und Uta Steffen-Holderbaum, Henkel, Director of Sustainability
  2. Projekt Nachhaltiger Konsum – Mehrwegverpackungen, Sabine Holzäpfel, Referentin Abteilung Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale Ba-Wü
  3. eatTAINABLE – digitales Food Mehrweg-System aus Ludwigsburg, Madlen und Max Maier, Themenbereich Nachhaltigkeit, maxmaier urbandevelopment